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Was ist Anarchismus?

Anarchismus – ein Zustand politischen Chaos‘, Unordnung, Gewalt und Aufruhr. All diese Definitionen finden sich in diversen Lexika, Duden oder anderen Nachschlagewerken: wie falsch diese Definitionen jedoch sind, will ich in diesem Artikel schildern und vielmehr die richtige Bedeutung des Begriffes Anarchismus erklären, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat. Der Anarchismus beschreibt eine polit-philosophische Strömung, welche jegliche Herrschaft, Autorität und Hierarchie ablehnt, da ebendiese Strukturen von Anarchisten als Repression der individuellen und kollektiven Freiheit angesehen werden. Des weiteren verbirgt sich hinter dem Begriff das Ziel, jedwede Gewalt abzuschaffen. Das bedeutet, dass der Anarchismus eine herrschaftsfreie, gewaltlose Gesellschaft anstrebt. Neben diesen beiden Hauptzielen von Anarchisten spielen natürlich auch Aspekte wie Gleichheit, Selbstbestimmung und kollektive Selbstverwaltung eine große Rolle. Zusammengefasst stellt der Anarchismus eine humane Utopie dar, die eine ernstzunehmende Alternative zu unserem jetzigen politischen System aufzeigt. Entgegen unseren repressiven kapitalistischen Strukturen, böte der Anarchismus eine wahrhaft menschliche Lösung, die ohne Gewalt, Herrschaft und Gesetz besteht, sondern stattdessen auf Freiheit, Normen und individueller Verantwortung basiert. Der Reiz und die Vielfalt, die von dem bloßen Begriff Anarchismus ausgeht ist Grund für die bis heute andauernde Diffamierung und Diskreditierung. In unserer Zeitung beschäftigen wir uns unter anderem auch mit dem Aufzeigen politischer Alternativen und die facettenreiche Strömung des Anarchismus spielt dabei eine große Rolle. Ein wichtiges Prinzip des Anarchismus – die Idee des Konsens – findet ihr auf Seite X beschrieben. In folgenden Ausgaben unserer Zeitung werden wir uns zu weiteren Aspekten des Anarchismus widmen. In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen.